Nach wochenlanger Schließung aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durften die Interliving MMZ-Filialen in Greifswald, Neubrandenburg, Stralsund und Wolgast am 20. April 2020 wieder öffnen. Allerdings auf gesetzliche Anweisung nur auf einer begrenzten Fläche von 800 Quadratmetern. Für Häuser mit einer Verkaufsfläche von über 14.000 Quadratmetern fast unlösbar.

Gleichbehandlung eingefordert

Für Melanie Rocksien-Riad, Interliving MMZ-Geschäftsführerin, eine Ungleichbehandlung gegenüber Autohäusern und Baumärkten, die ohne Flächenbegrenzung öffnen durften, zumal in Möbelhäusern mit großen Verkaufsflächen eine weitaus geringere Frequenz zu verzeichnen ist, als zum Beispiel in einer Baumarkt-Filiale. Abstandsregeln sind hier viel leichter einzuhalten.

Melanie Rocksien-Riad zog vor Gericht und leitete über die Kanzlei Sievers Rechtsanwälte ein Eilverfahren beim Oberlandesgericht ein. Nach vier Stunden Anhörungssdauer, in denen der Richter Angesichts mit der vorgebrachten Argumentation, dass ein Autohaus vor dem Gesetz nicht mehr wiegen kann als ein Möbelhaus, bereits konform ging, wurde seitens des Landes die 800-Quadratmeter bereits gekippt, noch bevor das OVG zu einem Urteil kommen konnte. Die Vermutung liegt nahe, dass das Land dem Urteil zuvor kommen wollte, um einer Konfrontation zu entgehen.

Neuer Pop-up-Store in Greifswald

Interliving-MMZ öffnete nicht nur seine vier Filialen auf ganzer Verkaufsfläche wieder, sondern startet jetzt mit einem neuen Pop-up-Store in der Fußgängerzone von Greifswald durch. Seit 4. Mai 2020 werden in der ehemaligen „Leiser“-Filiale Deko-Artikel und Möbel direkt zum Mitnehmen angeboten. Der Pop-up-Store wird für sechs Wochen am Standort bleiben.